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Seminare für Beratung und Zertifizierung im Ökologischen Landbau durchgeführt vom 24. bis 26. April 2018

IGW 2017

Der Deutsch-Kasachische Agrarpolitische Dialog (APD) unterstützt mit seinen Experten auch im Jahr 2018 die Entwicklung des Ökologischen Landbaus (ÖLB) in Kasachstan. Vor allem in Einrichtungen außerhalb des Ministeriums für Landwirtschaft und in der Praxis ist man sehr an der Vermittlung von Know-how und Erfahrungen aus Deutschland interessiert. Nachdem die Experten des APD im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Technischen Komitee (TK100) und anderen Partnern die kasachischen Standards für den ÖLB kommentiert haben und diese nun bestätigt wurden, ist das Interesse groß, mehr über die Fragen der Kontrolle und Zertifizierung zu erfahren. 

Gemeinsam mit der „Koalition für Grüne Wirtschaft“ organsierte der APD deshalb ein eintägiges Seminar in der „Akademie für Grüne Technologien“ der Koalition in Arnasai. Dieses Seminar war zunächst an Experten und Berater der Koalition sowie an Landwirte gerichtet. Es hatten sich jedoch auch viele Teilnehmer anderer Einrichtungen aus Astana angemeldet. Als Referenten konnte der APD wiederum Herrn Dr. Friedel von Control Union Academy und Herrn Novak von der bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft gewinnen.

Herr Dastan Tagynbai vom "Kasachischen Institut für Standardisierung" erläuterte die vom Landwirtschaftsministerium bestätigte Fassung der Standards für den ÖLB in Kasachstan. Während Herr Novak insbesondere auf die landwirtschaftlichen Grundlagen des ÖLB einging, beschäftigte sich Dr. Friedel vor allem mit Konsequenzen aus den Standards für die Durchführung von Kontrollen. Diese drei Themenfelder bildeten die Grundlage für die intensive Diskussion unterschiedlicher Aspekte des ÖLB. Die mehr als 30 Teilnehmer brachten Ihre Erfahrungen und vor allem viele Fragen ein.   

An den folgenden beiden Tagen führte der APD in den Räumen der Kasachischen Agrartechnischen Universität „Seifullin“ ein Seminar und Training für zukünftige Kontrolleure und Zertifizierer für den Ökologischen Landbau durch. Da eine große Anzahl der wiederum mehr als 30 Teilnehmer bereits in Arnasai dabei war, gestalteten die Deutschen Experten das Seminar inhaltlich so, dass es zu einer Vertiefung und Weiterführung des ersten wurde. Besonderen Anklang fand die Durchführung einer Übung, in der die Teilnehmer in Gruppen selbstständig anhand einer Kontrollliste den Ablauf einer Kontrolle übten. Den Teilnehmern wurden wiederum die Seminarunterlagen auf elektronischem Wege zur Verfügung gestellt. Dazu gehören auch der Kontrollfragebogen und die teilweise Übersetzung des KTBL-Handbuches für den Ökolandbau.

Die Schlussfolgerungen des Seminars vom Dezember 2017 wurden erneut bestätigt und die Erwartung geäußert, dass die verantwortlichen Stellen in Kasachstan für deren Umsetzung sorgen sollten.

  1. Die Aus- und Weiterbildung aller Beteiligten (Produzenten, Kontrolleure, Berater, Administration) bleibt weiterhin eine vordringliche Aufgabe.
  2. Es sind angepasste Dokumente und Prozessabläufe für die Durchführung der Kontrollen zu erarbeiten. Grundlage kann das vom APD beschaffte und teilweise übersetzte KTBL-Handbuch sein.
  3. Es ist notwendig, ein System zur Registrierung der Akteure des Ökologischen Landbaus zu schaffen, um Fällen von Missbrauch und Betrug vorzubeugen, bzw. solche Fälle aufdecken und ahnden zu können (Registrierung der Ökobetriebe, Verarbeiter, Händler, erteilte Zertifikate, Zertifizierungsstellen, zugelassene Kontrolleure, Berater).

 

Der APD ist bereit, auch weiterhin mit Beratung und Fortbildungsveranstaltungen unterstützend wirksam zu werden. Angeregt wird ein Training auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Kasachstan.

 

Für weitere Informationen steht Ihnen das Team des Projektes „Deutsch-Kasachischer Agrarpolitischer Dialog“ gern zur Verfügung. Die verwendeten Präsentationen können vom APD als Datei zur Verfügung gestellt werden. 

Tel. +7 708 9754 117, email: iak-kasachstan@iakleipzig.de

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