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Deutsche Landwirte besuchten Agrarbetriebe in Kasachstan
Vom 07. bis 13.06.2015 besuchte eine Gruppe von 18 deutschen Landwirten im Rahmen einer Studienreise Landwirtschaftsbetriebe und Agrarverwaltungen in den Gebieten Akmola und Almaty. Die Tour wurde von der Firma „DT Agri-Consulting“ aus Kiew mit Unterstützung des APD und von Herrn Thomas Illies (Firma AgroTom in Almaty) organisiert und kam auf Anfrage interessierter deutscher Landwirte zustande. Ziel war es, die allgemeinen Bedingungen für die Landwirtschaft kennenzulernen, Kontakte zu kasachischen Landwirten und Agrarverwaltungen aufzunehmen und mit eigenen Augen zu sehen, wie die landwirtschaftlichen Betriebe in Kasachstan strukturiert sind, wie sie arbeiten und welche Besonderheiten sie haben.
Am 07. Juni fand zunächst ein Informationstreffen der deutschen Landwirte mit Vertretern des Projektes „Deutsch-Kasachischer Agrarpolitischer Dialog“ (APD) statt, während dessen die Teilnehmer einen Überblick über den derzeitigen Stand der Entwicklung der Landwirtschaft Kasachstans erhielten. Es wurden unter anderem die klimatischen Bedingungen, die Bodeneigenschaften und die Fragen der regionalen Spezialisierung erläutert. Produktionskennzahlen und agrarökonomische Fakten und Zusammenhänge vermittelten den Landwirten ein Bild vom derzeitigen Stand der landwirtschaftlichen Produktion und Verarbeitung, aber auch von den immensen Potenzialen. Zahlen über die Beschäftigten in der Landwirtschaft, deren Durchschnittseinkommen, Fragen des Bodeneigentums und andere Informationen rundeten das Bild ab. Diese Details waren von großem Interesse für die Besucher aus Deutschland. Die Farmer wurden auch über gesetzliche Grundlagen informiert, z.B. über die Änderungen im Bodengesetzbuch, die unter anderem die Fristverlängerung für die Pacht landwirtschaftlicher Flächen durch Ausländer auf bis zu 25 Jahre regelt. In diesem Zusammenhang informierte der APD auch darüber, dass das Landwirtschaftsministerium der RK derzeit weitere zusätzliche Änderungen prüft, die zur Entwicklung effizienter Bodenbesitzverhältnisse sowohl für kasachische als auch für ausländische Landwirte und Investoren beitragen werden.
Umfangreiche Informationen erhielten die deutschen Landwirte auch über den derzeitigen Stand des kasachischen Imports und Exports von Lebensmitteln. Im Besonderen wurde auf die Bemühungen der kasachischen Regierung zur Steigerung des Exports hingewiesen. Es wurde dargestellt, mit welchen Programmen die Regierung versucht das vorhandene Exportpotenzial auch durch die Gewinnung ausländischer Investoren im Agrarsektor zukünftig besser zu nutzen. Unter dem Vorsitz des Präsidenten der RK hatte gerade die Sitzung des Investorenrates stattgefunden, in der Maßnahmen zur Schaffung attraktiver Investitionsbedingungen im Mittelpunkt standen. (Steuerbegünstigungen für Investoren, Vereinfachung der administrativen Verfahren etc.)
Vom 08.06. bis 09. Juni besuchten die Landwirte die Betriebe TOO „Rodina“, Geflügelmastbetrieb in Malinovka, TOO„ Arna“, TOO „Jessil Agro“,CT-Agro Kokshetau, DAZ im Gebiet Akmola sowie die Agrarbetriebe in der Nähe von Almaty. Während der Besuche tauschten die deutschen und kasachischen Landwirte Meinungen aus und diskutierten Probleme und ihre Lösungswege.
Die deutschen Landwirte äußerten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Reise und betonten vor allem den hohen Informationswert, die Möglichkeiten des direkten Kontakts und des unmittelbaren Erlebens. Die herausragende Gastfreundschaft, mit der sie in Kasachstan aufgenommen wurden, hat die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht und die Mitglieder der Delegation bedanken sich herzlich.